Die Geschichte des Lotto.
Es ist kaum zu glauben, aber wahr.
Das Lottospiel hat seinen Ursprung in der Politik!
Das Zahlenlotto in der heutigen Form geht zurück auf das "Lotto di Genova".
In Genua des 17. Jahrhunderts wurden die Ratsherren durch Losentscheid bestimmt. Es wurden 90 Kandidaten ernannt. Jeder Name kam auf ein Los. Aus den Losen wurden 5 glückliche gezogen! Die "gewählten" Herren bestimmten für 1 Jahr das politische geschehen von Genua.
Findige Geschäftsleute kamen auf die Idee, mit den Wahlen Geld zu verdienen. Die Namen ersetzten sie durch Zahlen. Die Lotterie 5 aus 90 war erfunden!
Etwas später übernahm der Staat die Aufsicht über die Lotterie. Andere europäische Länder wurden ebenfalls von dem Lottofieber in ihren Bann gezogen.
1735 erreichte das Lottospiel, 5 aus 90, auch Deutschland. Der bayrische Kurfürst und deutsche Kaiser Karl VII. erteilte die erste Konzession auf deutschen Boden.
Anfang des 19. Jahrhunderts kam immer mehr Kritik an dem Glücksspiel auf. Den Lottogesellschaften wurde die Schuld an den finanziellen Ruin vieler Mitspieler gegeben. Ebenso trage das Lottospiel zur moralischen Zerrüttung der Gesellschaft bei. In immer mehr Staaten wurde daraufhin das Glücksspiel verboten.
Das Zahlenlotto in der Bundesrepublik Deutschland wurde erstmals am 11.01.1953 in Berlin eingeführt. Als Spielform wählte man das klassische 5 aus 90.
Ab 1955 übernehmen die einzelnen Bundesländer die Hoheit über das Lotteriewesen. Daraus entsteht am 30.06.1955 der Deutsche Lottoblock. Gründungsmitglieder sind die Lottounternehmen aus Bayern, Hamburg, Schleswig Holstein und Nordrhein Westfalen.
Die erste Gemeinsame Lottoziehung fand am 09.10.1955 statt. Von da an wurde nach der Spielformel 6 aus 49 gespielt.
Die Gewinnausschüttung beträgt 50 Prozent. Bis 1959 schlossen sich auch die restlichen Bundesländer dem Deutschen Lottoblock an. Von 1991 bis 1993 gesellen sich die neu gegründeten Lotteriegesellschaften der fünf neuen Bundesländer hinzu.
Die ersten drei Lottomillionäre gibt es schon 1956. Es wird noch im gleichen Jahr eine Gewinnbegrenzung auf 500.000 DM eingeführt.
Von 1974 bis 1981 beträgt der Höchstgewinn 1,5 Millionen DM. Drei Millionen DM Höchstgewinn sind von 1982 bis 1985 möglich. Mit Einführung des Jackpots 1985 entfällt die Begrenzung des Gewinnes.
Von 1991 an gibt es im Lotto am Samstag die Superzahl. Damit gibt es eine deutliche Verbesserung der Bildung von Jackpots. Die chanchen auf einen Gewinn in der höchsten Gewinnklasse verringern sich aber gewaltig. Lag die Wahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn vorher bei 1 zu 14 Millionen, liegt sie jetzt bei 1 zu 140 Millionen.
Das Lotto am Mittwoch startet 1982. Es wird zunächst nach dem 7 aus 38 Prinzip gespielt.
Vier Jahre später kommt es zu einer Änderung. Es wird jetzt 2 mal 6 aus 49 gespielt. Jeder Lottoschein nimmt an zwei Ziehungen teil. Jede Ziehung hat ihre eigenen Quoten. Diese waren im vergleich zum Lotto am Samstag aber nur etwa halb so hoch.
Im Dezember 2000 wird das Mittwochlotto mit dem Samstagslotto verknüpft. An beiden tagen wird nach dem gleichen Modus gespielt. Der rollierende Jackpot wird eingeführt.
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